Im Sommer 2015 habe ich die Aktivist*innen von Hard to Port zwei Wochen lang mit der Kamera in Island begleitet. Der 40-minütige Dokumentarfilm ‚184‘ der daraus entstanden ist, porträtiert die Arbeit des Vereins um den Vorstand Arne Feuerhahn und blickt hinter die Kulissen der isländischen Walfangindustrie.

Der Film

Hard To Port ist ein Berliner Tierrechtsverein, der sich seit 2014 gegen die kommerzielle Tötung von Walen in Island engagiert. Island gehört zu den wenigen Nationen weltweit, welche die kommerzielle Bejagung der großen Meeressäuger weiterhin erlaubt. Dabei setzt sich die isländische Regierung über ein bestehendes weltweites Walfangmoratorium hinweg, das im Jahr 1982 verabschiedet wurde und vier Jahre später in Kraft trat. Trotz einer stetig wachsenden Whale Watching Industrie, die jährlich hunderttausende Touristen ins Land lockt, gehört die brutale Jagd auf Zwerg- und Finnwale jeden Sommer zum täglichen Geschäft.

Informationen über den Walfang werden in Island bewusst zurückgehalten oder zensiert. Die brutale Jagd auf die Meeressäuger findet weit vor der isländischen Küste statt, dort wo sie sich einer kritischen Bewertung durch die isländische Bevölkerung entziehen kann. Videoaufnahmen der brutalen Jagd existieren kaum und werden der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht. Arne Feuerhahn und das Hard To Port Team möchten diese Lücke schließen und die isländische Bevölkerung über die grausame Tötungspraxis und das Leid dieser Tiere aufklären. Das sogenannte „Whaler Watching“ nimmt die Jagd auf die Meeressäuger genauer unter die Lupe. Dabei setzt der Verein unter anderem auf die Hilfe von kamerabestückten Drohnen zur Dokumentation und Apps um die Walfangschiffe vor der Küste zu orten.

Ihr könnt euch ‚184‘ in englischer Sprache kostenlos auf www.184film.com anschauen.

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